Das Areal diente einst der Eidgenössischen Alkoholverwaltung als Lager- und Umschlagplatz für Branntwein, begünstigt durch die Lage am Fähranschluss nach Deutschland. Heute ist es als Museum für Rennsportfahrzeuge etabliert. Mit der Umnutzung der Sprithalle wird das Ensemble ergänzt und funktional erweitert. Die bestehende Halle überzeugt durch ihre grosszügige Dimension, das robuste Sichtbacksteinmauerwerk und das prägende Stahlfachwerk im Dachraum. Ziel des Projekts ist es, diese Qualitäten zu erhalten und zugleich die infrastrukturellen Voraussetzungen für eine flexible Nutzung als Veranstaltungsort zu schaffen.
Untersucht wurden zwei unterschiedliche Ansätze zur Erweiterung mit den benötigten Räumlichkeiten. Während die Variante „Kopf“ einen adressbildenden Neubau an der Stirnseite vorsieht und eine sequenzierte Raumabfolge inszeniert, verfolgt die Variante „Rücken“ eine zurückhaltendere Strategie. Ein länglicher Anbau im Osten nimmt die dienenden Funktionen sowie die Erschliessung auf und entlastet den Bestand. Ein vorgestellter Windfang ergänzt den Zugang subtil. Von der Bauherrschaft wird die Variante „Rücken“ präferenziert, da sie den historischen Baukörper stärkt und dessen räumliche Präsenz in den Vordergrund stellt.









